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Monitor einstellen

2007-04-03

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Monitoreinstellung - Monitor Kalibrierung - Testbilder - Graustufen - Kontrast

Damit die Bildbetrachtung am Monitor auch wirklich Spaß macht muss dieser richtig eingestellt sein. Nur mit einem guten, kalibrierten Monitor kann ein professionell bearbeitetes Bild seine ganze Pracht entfalten. Als ein kleiner erster Schritt dient diese Anleitung, die dabei helfen soll, den eigenen Monitor mit "Hausmitteln" so gut es geht in Kontrast und Helligkeit einzustellen. Nicht immer wird sich dabei ein perfektes Ergebnis erzielen lassen. Dies ist dann ein Beleg für die Schwächen des vorhandenen Monitors und kann nur durch die Anschaffung eines hochwertigen Gerätes behoben werde. Auch können Fehler in der Farbdarstellung hiermit nicht erkannt oder gar behoben werden. Doch erstmal wollen wir versuchen aus dem vorhandenen das Best raus zu holen.

1) 21 Graustufen

21 Stufen Graukeil

Im vorangehenden Graukeil sind 21 Quadrate mit unterschiedlichen Grauwerten von Schwarz bis Weiss abgebildet. Alle Quadrate sollten klar erkennbar und unterscheidbar sein. Ist dies am dunklen Ende nicht der Fall, erscheinen dunkle Bildbereiche fälschlicherweise schwarz; bei Fehlern am hellen Ende erscheinen helle Bereiche fälschlicherweise weiss - das Bild wirkt in beiden Fällen zu kontrastreich.
Bei Problemen am hellen und dunklen Ende sollten Sie den Kontrast des Monitors verringern.
Bei Problemen nur am hellen Ende stellen Sie Helligkeit und/oder Kontrast des Monitor niedriger.
Bei Problemen nur am schwarzen Ende erhöhen Sie die Helligkeit und/oder senken den Kontrast.

2) Zahlentest

Zahlentest für Kontrast des Monitors

Im vorangehenden Bild befinden sich die Zahlen 1 bis 9 in heller werdendem Dunkelgrau auf schwarzen Grund und dann noch einmal als 9 bis 1 in hellem grau auf weissem Grund. Dieser Test ist eine härtere Version des vorhergehenden Graukeils und die kleinen Zahlen sind auch im beste Fall nur sehr schwach zu erkennen.
Wenn Sie alle zahlen lesen können, ist der Kontrast Ihres Monitors perfekt eingestellt - Glückwunsch. Die meisten Monitore haben mit den Zahlen 1-3 Probleme. Vor allem der dunkle Bereich läßt sich meistens bei Tageslicht nicht richtig darstellen, hier ist dann ein abgedunkelter Arbeitsplatz notwendig. Bei Problemen gehen Sie wie bei Punkt 1a vor um die Kontrasteinstellungen zu verfeinern.

3) Grauverlauf

Grauverlauf

Die Grauskala sollte einen kontinuierlichen Verlauf von Schwarz nach Weiss zeigen. Wenn Sie innerhalb des Verlaufs Kanten wahrnehmen können, so ist dies ein Problem Ihres Monitors, welcher nicht alle Graustufen darstellen kann. Dies läßt sich leider nicht beheben.
Farbstiche in einzelnen Grautönen oder der ganzen Skala lassen sich per Kalibrierung des Monitors mit einem externen Messgerät (Spider) beheben. Dieses misst die einzelnen Farbwerte und speichert per Software Korrekturwerte, welche dann von geeigneten Grafikprogrammen benutzt werden können. Dies ist in der professionellen Bildbearbeitung gang und gebe, entsprechende Geräte und Software gibt ab gut hundert Euro. Die üblichen Internet-Browser können damit allerdings nicht umgehen, sodass der Nutzen für das Betrachten von Bildern im Web gering ist.

4) Gamma

Wenn Sie mit ausreichend Abstand auf das Gamma-Testfeld schauen oder die Augen zusammenkneifen, sollte das Muster des Hintergrunds die gleiche Farbe annehmen wie die Schrift 2.2. Ist dies nicht der Fall, erscheinen Bilder zu hell oder zu dunkel.
Sie sollten den Gammawert ihres Monitors (oder Ihrer Grafikkarte) so einstellen, dass sie den Gamma Wert 2.2 erreichen.

Testbild

Und hier das Ganze nochmal als praktisches all-in-one Testbild. Sie können es frei verwenden und es Ihren Bildern beilegen, solange mein Urheberrecht wiedergegeben wird (Creative Commons-Lizenz Namensnennung).

Monitortest-Bild Grau


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